Virtuelle Pressekonferenzen als wirksames PR-Tool

Diverse Beispiele zeigen, dass auch die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit zunehmend in die Online-Welt verlegt wird: So demonstrierte allen voran das Parlament im letzten Jahr eindrucksvoll, wie die mediale Bühne trotz Social Distancing und Co. weiter bedient werden kann. Ob sich virtuelle Pressekonferenzen als PR-Zukunftsmodell etablieren, wird sich zeigen. Fest steht: Die digitale Pressearbeit gewinnt immer mehr Bedeutung. Was bei der Organisation sowie der Durchführung von Online-Presseevents beachtet werden muss, erklären wir im folgenden Beitrag.

Macht eine Pressekonferenz überhaupt Sinn?

Wie beim analogen Pendant gilt es, zu überlegen, ob das Thema überhaupt genügend Nachrichtenwert für eine Presseveranstaltung bietet. Nur wenn es der Inhalt wirklich rechtfertigt und es einen passenden Aufhänger gibt, sollten Sie zum Instrument des Pressegespräches greifen. Bei weniger breitenrelevanten Themen sind Presseaussendungen oder Einzelinterviews in Form von Videokonferenzen oft sinnvoller. Interessierte JournalistInnen können so auf direktem und schnellerem Wege erreicht werden.

Screenshot eines Presse-Newsrooms auf einer Agenturwebsite
Bei weniger zeitkritischen führt auch eine Pressemeldung zum gewünschten Erfolg.

4 Entscheidende Vorteile von Presseveranstaltungen im digitalen Raum

Natürlich stellt ein Presseevent mit physischer Anwesenheit ein ganz besonderes Erlebnis dar, das in diesem Umfang online nicht imitiert werden kann. Man denke an exklusive Vor-Ort-Besichtigungen, das eigens geknipste Pressefoto, die vielfältigen Networking-Möglichkeiten im Anschluss an das eigentliche Programm oder das köstliche Buffet. In einigen Fällen bietet eine Pressekonferenz im virtuellen Raum jedoch entscheidende Vorteile.

  • Ortsunabhängig: Der wohl größte Benefit liegt klar auf der Hand: Die Veranstaltung beschränkt sich auf keinen bestimmten Ort. Im Grunde ist es zweitrangig, woher die Medienschaffenden stammen – sie sind nur einen Klick von der Teilnahme entfernt. Aus Veranstaltersicht kann so nicht nur ein größerer, sondern auch ein internationalerer Medienkreis angesprochen werden.
  • Geringerer Aufwand für TeilnehmerInnen: Zeit ist in der Medienbranche Mangelware: Tag täglich werden JournalistInnen mit unzähligen Nachrichten überhäuft. Anstatt lange An- und Abreisen in Kauf nehmen zu müssen, können sie sich bei virtuellen Pressekonferenzen bequem vom Schreibtisch aus verbinden. So minimiert sich der Aufwand für MedienvertreterInnen um ein Vielfaches.
  • On-Demand-Content: Ein weiterer entscheidender Vorteil: Sie können das Gespräch im Nachhinein in aufgezeichneter Form zur Verfügung stellen. Egal ob über einen verschlüsselten Link für ausgewählte EmpfängerInnen oder öffentlich auf Ihrer Website, Ihren Social-Media-Kanälen oder anderen Plattformen – wer nicht live dabei sein kann, schaut sich die Konferenz einfach später an. So kann eine breite Zielgruppe, die nicht nur aus Medienschaffenden besteht, erreicht werden.
  • Multimediale Inhalte: Da der Bildschirm gleichzeitig das Diskussionspodium darstellt, fällt es um einiges leichter, die Konferenz mit multimedialen Inhalten zu gestalten. So lassen sich Videos, Live-Schaltungen zu Experten oder Fragen von JournalistInnen einfach zwischen den einzelnen RednerInnen einspielen.
Infografik Vorteile von virtuellen Pressekonferenzen
Pressekonferenzen im virtuellen Raum bieten eine Reihe an Vorteilen.

Was muss bei der Organisation & Durchführung von digitalen Pressekonferenzen beachtet werden?

  1. Technisches Umfeld: Wie bei allen Online-Events ist die technische Ausstattung das Um und Auf einer jeden digitalen Pressekonferenz. Welche Plattform eignet sich am besten? Welches Equipment braucht es hinsichtlich Kamera, Ton und Licht?

  2. Setting: Für die Umgebung vor der Kamera reicht im Normalfall ein Tisch, ein neutraler Hintergrund und gutes Licht von vorne. Der Ablauf kann ähnlich einer „normalen PK“ konzipiert werden. Der Moderator oder die Moderatorin führt durch das Programm – begrüßt das Publikum, stellt die SprecherInnen vor, schaltet Ton- und Bild frei oder aus und organisiert den Fragen-Teil.

  3. Planung & Einladung: Auch wenn virtuelle Veranstaltungen mit weniger Zeitaufwand seitens der TeilnehmerInnen verbunden sind, brauchen sie eine gewisse Vorlaufzeit für die Planung. Achten Sie darauf, dass JournalistInnen rechtzeitig eingeladen werden. Wir empfehlen ca. zwei Wochen im Vorhinein.

  4. Interaktion sicherstellen: Gerade im digitalen Raum ist es wichtig, den Dialog zu ermöglichen. Erlauben Sie dem Publikum, jederzeit Fragen mittels Chatfunktion einbringen zu können. Denken Sie außerdem an die bei Pressekonferenzen so zentrale, abschließende Fragerunde.

  5. Nachbearbeitung: Mindestens genauso wichtig wie beim analogen Gegenstück ist eine professionelle Nachbereitung. Achten Sie darauf, dass Info- und Fotomaterial zeitgerecht ausgeschickt und die Aufzeichnung rasch bereitgestellt wird.

Szenerie eines Pressegesprächs: JournalistInnen sitzen versammelt um einen Tisch, am Mikrofon der Protagonist, im Hintergrund steht die Moderatorin
Ob analog oder digital: Der Moderator / Die Moderatorin spielt eine tragende Rolle, indem er / sie die Leitung übernimmt und durch das Programm führt.

Sie brauchen Unterstützung bei der Umsetzung eines Medienevents?

Dank unserer langjährigen Expertise in der PR-Arbeit wissen wir, wie man Botschaften wirksam in der Öffentlichkeit platziert. Von der Planung über die Abwicklung bis hin zur Nachbereitung stehen wir Ihnen gerne als professioneller Ansprechpartner bei Ihrer nächsten Presseveranstaltung zur Seite. Teilen Sie uns Ihr Anliegen gerne über das untenstehende Kontaktformular mit – fragen kostet ja bekanntlich nichts. 😉 Wir können es kaum erwarten, Sie und Ihr Vorhaben kennenzulernen.

    Erstellt:
    Linda Feichtner
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