Gute Stories erzeugen Aufmerksamkeit

Storytelling im Marketing

Wir lieben gute Geschichten. Warum? Weil sie uns emotional berühren, uns in den Bann ziehen und manchmal auch aufhören lassen. Reisen wir zurück in unsere Kindheit: Was gab es damals Schöneres, als sich vor dem Einschlafen eine Gute-Nacht-Geschichte erzählen zu lassen? Was das mit Ihrem Unternehmen zu tun hat? Marken, die es schaffen, sich mit einzigartigen Stories zu profilieren, fallen nicht nur auf, sondern verankern sich langfristig in den Köpfen ihrer Zielgruppe(n). Im Folgenden erklären wir Ihnen, was gutes Storytelling ausmacht und warum es gerade für Unternehmen wichtiger denn je ist, mit außergewöhnlichen Geschichten zu begeistern.

Warum ist Corporate Storytelling wichtig?

“Marketing is no longer about the stuff that you make, but about the stories you tell.“

Seth Godin

Dieses Zitat vom US-amerikanischen Autor und Unternehmer Seth Godin trifft ziemlich genau das auf den Punkt, was die Kunst des Storytellings ausmacht. Was wir lesen wollen sind keine lobpreisenden Texte, die sich schon nach den ersten Zeilen wie Werbung anhören. Viel mehr möchten wir einzigartige Geschichten erleben, die das Unternehmen und die Menschen dahinter auf authentische Art und Weise präsentieren. Und eines ist gewiss: Jede Firma hat eine Story, die sich lohnt, in die Welt hinaus getragen zu werden. Machen Sie sich für den Einstieg einmal Gedanken über folgende Dinge:

  • Was macht Ihr Unternehmen einzigartig?
  • Welche Geschichte gibt es, die vor Ihnen noch niemand erzählt hat?
  • Was sind die Alleinstellungsmerkmale Ihrer Produkte oder Dienstleistungen und wie lassen sich diese in einmalige Stories verpacken? (Mehr zu USP können Sie in diesem Blogbeitrag lesen.)
  • Welche Informationen, die über die bloße Vermarktung Ihrer Produkte hinausgehen, könnten für Ihre Zielgruppe interessant sein?
  • Was würden bestehende Kunden über Ihr Unternehmen berichten?
  • etc.
Grafik mit Lautsprecher und Sprechblase, in der steht „What’s your story“.
Jedes Unternehmen hat eine Geschichte, die nur darauf wartet, erzählt zu werden. © Adobe Stock

Aber was ist Storytelling überhaupt?

Ist man auf der Suche nach einer allumfassenden Definition, wird man sich schwertun, eine zu finden. Ganz allgemein gehalten, beschreibt es der Duden als eine „Marketingmethode, bei der (authentische) metaphorische Geschichten über ein Produkt oder ein Unternehmen (und dessen Mitarbeiter) eine persönlichere Beziehung zum potenziellen Kunden herstellen sollen.“ Aber im Grunde ist Storytelling viel mehr als das.

In den letzten Jahren entwickelte sich Storytelling zu einem entscheidenden Bestandteil erfolgreicher Marketingkampagnen und gilt als einer der vorherrschenden Trends im Marketing. Gelungenes Storytelling unterscheidet lebhafte Marken von einfachen Unternehmen und treue Kunden von einmaligen Käufern.

Was macht eine gute Story aus?

Bewertungen wie „gut“ und „schlecht“ liegen ja meist im Ermessen des Betrachters. Außerdem seien wir uns einmal ehrlich: Es gibt kein universelles Geheimrezept für „gute“ Geschichten. Dennoch gibt es einige Dinge, die zu einem großartigen Storytelling-Erlebnis beitragen: Sowohl für den Erzähler als auch für den Rezipienten. Bereit? Hier sind sie:

Gute Geschichten sind …

  • unterhaltsam: Sie fesseln den Leser und machen ihn neugierig auf das, was noch kommen mag.
  • lehrreich: Wenn Sie es schaffen, einerseits Neugier zu erwecken und andererseits das Wissen Ihrer Leser zu erweitern, machen Sie alles richtig.
  • universell: Gute Geschichten sollten von allen Lesern gleichermaßen gelesen und verstanden werden können. Außerdem greifen Sie auf Erfahrungen und Emotionen zurück, welche den meisten Menschen bekannt sind.
  • organisiert: Sie folgen einer durchgängigen Organisation, die dazu beiträgt, die Kernbotschaft verständlich zu vermitteln.
  • unvergesslich: Ob durch Inspiration, Skandal oder Humor – gute Geschichten verankern sich im Gedächtnis der Rezipienten.
Holzbuchstaben, die das Wort Storytelling bilden.
Bestandteil erfolgreicher Marketingkampagnen: Storytelling ist viel mehr als das Erzählen einer Geschichte. © Adobe Stock

3 Dinge, die jede gute Geschichte beinhalten sollte

Unabhängig davon, welche Art von Geschichte Sie in die Welt hinaustragen wollen, besteht jede gute Story aus drei unerlässlichen Komponenten:

  1. Protagonist aka. Held: Jede Geschichte braucht einen Helden. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um eine Einzelperson oder um eine Gruppe von Charakteren handelt. Die Hauptfigur stellt eine Verbindung zwischen Geschichtenerzähler und Publikum her und sorgt so dafür, dass sich Rezipienten im Erzählten möglichst wiederfinden. Gerade deshalb sollte bestens durchdacht werden, wer und wie Ihre Hauptfigur sein soll. Definieren Sie die Charakterzüge Ihres Heldens genau und achten Sie besonders auf die Aspekte, die für Ihr Produkt von Relevanz sind. Und immer daran denken: Es muss nicht stets der strahlende Sieger sein – auch Helden, die scheitern, können eine aussagekräftige Botschaft rüberbringen.


  2. Konflikt(e): Konflikte bilden die treibende Kraft Ihrer Geschichte. Sie stellen sich in den Weg des Protagonisten und hindern ihn daran, seine Ziele problemlos zu erreichen. Dabei gibt es drei unterschiedliche Arten von Konflikten, die es zu überwinden gilt:
    1. Innere Konflikte der Hauptfigur
    2. persönliche Auseinandersetzungen zwischen dem Helden und einer anderen Person sowie
    3. darüber hinausgehende Konflikte wie Umweltkatastrophen, etc.


  3. Auflösung: Zu guter Letzt hat jede Geschichte natürlich – surprise surprise – einen Abschluss. Darin sollte der Konflikt Ihrer Hauptfigur gelöst werden und ein Call-To-Action für Ihr Publikum beinhaltet sein.
Kleiner Junge im Superhelden-Kostüm.
Jede Geschichte steht und fällt mit ihrem Helden. © Adobe Stock

Der ultimative Storytelling-Leitfaden: In 7 Schritten zu einer guten Geschichte

Da Sie jetzt wissen, welche Merkmale eine gute Geschichte ausmachen, haben wir Ihnen hier noch eine Schritt-für-Schritt-Anleitung für erfolgreiches Storytelling zusammengefasst. So gelangen Sie in nur 7 Schritten zu der story of your life – äääh – business und treffen damit mitten ins Herz Ihrer Zielgruppe:

  1. Kennen Sie Ihre Zielgruppe
  2. Definieren Sie Ihre Kernbotschaft
  3. Entscheiden Sie, welche Art von Geschichte Sie erzählen wollen (Möchten Sie zum Handeln auffordern, den Menschen von Ihrem Unternehmen erzählen, Werte vermitteln, die Gemeinschaft oder Zusammenarbeit fördern, Wissen vermitteln oder bilden?)
  4. Legen Sie Ihren Call-To-Action fest
  5. Wählen Sie das Story-Medium aus (Natürlich gibt es verschiedene Wege, eine Geschichte zu vermitteln – sie kann geschrieben, gesprochen, auditiv oder digital sein)
  6. Ran an den Speck: Jetzt geht’s ans Schreiben!
  7. Teilen Sie Ihre Geschichte mit der Welt

Gewusst wie: Storytelling Beispiel

Und für alle, die noch nicht genug von unserem ofp Storytelling-Tutorial haben, hier noch ein Beispiel von EDEKA, in der die Heldenreise des Protagonisten gekonnt dargestellt wird. Der „EATKARUS“-Spot bringt mit sarkastischer Gesellschaftskritik die Message auf den Punkt: „Iss so wie der, der du sein möchtest!“ Wir finden: Gelungenes Storytelling aus dem Hause Jung von Matt. Wie findet ihr es?

Was Storytelling für Ihr Unternehmen tun kann

Zusammenfassend lässt sich sagen: Unternehmen, die Storytelling gekonnt betreiben, erreichen nicht nur die Aufmerksamkeit ihrer Zielgruppe, sondern bleiben langfristig in Erinnerung. Sie möchten nicht mehr länger auf gute Geschichten verzichten? Kein Problem. Das Team der ofp kommunikation weiß, wie’s geht. Mit voller Leidenschaft und höchster Professionalität konzipieren wir seit 2019 sowohl ganzheitliche Lösungen als auch individuelle Maßnahmen für Institutionen und Unternehmen aus den Branchen Handel, Gewerbe und Tourismus. Werfen Sie doch einen Blick in unsere aktuellen Projekte oder nehmen Sie einfach direkt Kontakt mit uns auf.

Erstellt:
Linda Feichtner
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